Hafengeburtstag Hamburg 2019

Hafengeburstag Hamburg 2019

Ich wollte mir schon immer mal wenigstens an einem von drei Tagen den Hafengeburtstag in Hamburg ansehen. Normalerweise bin ich überhaupt kein Freund großer Veranstaltungen. Diese Menschenmassen, die sich von A nach B schieben und ich mittendrin mag ich nicht. Aber ohne Arme keine Kekse, da muss man eben durch. Der 830. Hafengeburtstag Hamburgs vom 10. bis 12. Mai hat die Fläche rund um den Hafen für drei Tage in einen riesigen Abenteuerspielplatz für Jung und Alt verwandelt.

Überall waren Karussells und Büdchen, an jeder Ecke wurde man zur Hafenrundfahrt eingeladen. Gefeiert wurde an allen drei Tagen rund um die Landungsbrücken, in der Speicherstadt, in der HafenCity, am Fischmarkt und am Museumshafen Oevelgönne.

Hamburgs Senator Michael Westhagemann hat auf dem Museumsschiff Rickmer Rickmers die Schiffsglocke zur offiziellen Eröffnung des Hafenfestes geläutet.  Die große Einlaufparade startet ab 14:00 Uhr am ersten Tag.

Höhepunkte

Die Höhepunkte am Samstag waren wieder das Schlepperballett und das große Feuerwerk.
Die Hafenschlepper bitten um 18:30 Uhr vor den Landungsbrücken zum Tanz und das jährliche große Feuerwerk ab 22:30 Uhr über dem Hamburger Hafen, hat sicherlich wieder Begeisterung ausgelöst. Ich sehe das immer mit gemischten Gefühlen, was da an Geld in die Luft geballert wird, kann man an anderer Stelle sicherlich sinnvoller einsetzen. Aber schön sind große Feuerwerke immer und gerade über dem Wasser. Ca. 300 Wasserfahrzeuge aller Art waren beim Hafengeburtstag dabei. Besucher konnten sich einige der Schiffe ansehen, aber die Schlangen waren so lang, dass wir keine Lust zu hatten. Ich persönlich finde diese riesigen Großsegler einfach wunderschön, ich weiß, dass da harte Kerle viel Arbeit mit haben, aber die sehen so majestätisch aus, wenn die Segel gesetzt sind, einfach toll. Vielleicht ist das so eine verklärte Seefahrerromantik, keine Ahnung. Aber dieses Gefühl kann einem ein modernes durchgestyltes Boot nicht geben. Es war wirklich alles vertreten, prachtvolle Großsegler wie die Alexander vom Humboldt II, historische Windjammer wie die Kruzenshtern, die Mir und die Sedov, moderne Einsatzfahrzeuge, Traditions-und Museumsschiffe und ein Hightech-Katamaran, der Energy Observer. Dieser Hightech-Katamaran wird durch Wind, Sonne und Wasserstoff angetrieben.

Er ist das erste Wasserfahrzeug, das auf einer Weltumrundung aus Meerwasser Wasserstoff herstellt und keine Treibhausgase produziert (ist auch nochmal im Video weiter unten zu sehen).

Schiffe

Europas modernstes Feuerlöschboot ist die 44 Meter lange Branddirektor Westphal. Sie ist in der Lage pro Minute 120.000 Liter Löschwasser zu pumpen und es bis zu 110 Meter hoch und 180 Meter weit zu spritzen. Wahnsinn, oder? Im Video weiter unten könnt ihr sie live sehen.

Einige Kreuzfahrtschiffe waren auch da, die Astor, die Deutschland, Mein Schiff 5 sowie die AIDAluna, AIDAsol, AIDAvita und AIDAperla. Aber die waren schon alle wieder weg.

Plaza Elbphilharmonie

Da ich schon die Einlaufparade verpasst hatte, wollte ich wenigstens die Auslaufparade sehen, aber auch wirklich sehen und genau das ist das Problem. Die „guten“ Plätze stehen im Internet, bedeutet wiederum, dass alle es wissen und natürlich auch dort stehen. Letzten Endes hatten wir uns für die Plaza der Elbphilharmonie entschieden.
Um das lange Anstehen zu vermeiden, habe ich online Karten gekauft, jeweils eine halbe Stunde für 2 EUR, war auch eine sehr gute Entscheidung, denn an den Automaten standen riesige Schlangen und wir konnten einfach durchgehen. Allerdings war die Plaza auch brechend voll, also sind wir zurück und wollten erst einmal einen Kaffee im Restaurant Störtebeker trinken. Dort haben wir zufällig einen zusätzlichen Außenbereich entdeckt, auf dem wir auch noch zwei Plätze ergattert haben. Somit konnte ich dann doch noch ein paar Bildchen von der Auslaufparade machen.

Auslaufparade

Oder besser gesagt ist in meinem Film ein Teil der Auslaufparade zu sehen. Sehr schöne Bilder könnt ihr euch auch auf Ankerherz ansehen.

Übernachtung

Übernachtet haben wir im Ruby Lotti Hamburg. Der Hoteleingang ist schlecht zu finden. Wir hatten einen Loft room, Zimmer war sehr sauber, Betten sehr bequem, Aussicht schön und man konnte sogar das Fenster nachts öffnen.

Das Hotel liegt sehr zentral und alles rund um die Binnenalster ist gut zu Fuß erreichbar, man benötigt kein Auto. Das Hotel hat keine Parkmöglichkeit, aber ihr könnt in den Seitenstraßen oder in den in der Nähe liegenden Parkhäusern parken.

Gefrühstückt haben wir in der Schanzenbäckerei, die ist zwei Minuten zu Fuß vom Hotel entfernt, man kann draußen sitzen und bekommt guten Kaffee und ein ordentliches Frühstück für wenig Geld. Im Hotel kann man natürlich auch frühstücken, aber es kostet zwischen 15 und 17 EUR pro Person und das ist mir zu viel für einen Kaffee und eventuell ein Brötchen, morgens habe ich es nicht so mit dem Essen, da ist eine Bäckerei die bessere Wahl. Aber sicherlich gibt es Leute, die morgens mehr Appetit haben.

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