Phi Phi Island

Phi Phi Island

Wenn ich die Wahl zwischen Auto und Boot habe, entscheide ich mich generell für einen Ausflug mit dem Boot, diesmal hatten wir uns für eine Tour mit dem Speedboot entschieden, aber ich glaube beim nächsten Mal, würde ich lieber mehrmals kleinere Touren mit einem Longtailboot machen. Ich musste mit meinen Mann gleich anfangs nach vorn auf das Boot flüchten, weil sich ein sehr be­leibtes Kind ständig übergeben hat. Ich neige dazu beim Anblick und Geruch dieses Sekrets das gleiche zu tun, deswegen blieb nur die Flucht nach vorn. Zu Beginn ist das schön, man schmeißt seine drei Haare in den Wind und brettert über das Meer. Aber nach kurzer Zeit spürt man jede Welle im Rücken, das Wasser ist bretthart, das Boot knallt von Welle zu Welle und die Bandscheiben gleich mit, das Gehirn beginnt sich aufgrund der Sonneneinstrahlung aufzulösen und man sehnt sich nach einem Platz in den gemüt­lichen Longtailbooten, an denen man vorüber jagt. Ihr könnt auch mit chinesischen Dschunken, oder Katamaranen in See stechen, irgendwas passendes findet man immer.

Fahrt mit einem Longtailboot

 

auf jeden Fall besser als ein Speedbot.:-)

Phi Phi Island

Die Phi Phi Inseln liegen 40 km südöstlich von Phuket und bestehen aus sechs Inseln. Die bekanntesten sind Phi Phi Don und Phi Phi Leh. Tagestouren dorthin gibt es dutzende. Mittlerweile hat Thailand speziell an dieser bei Touristen sehr beliebten Ecke besorgniserregende Probleme. Die Maya Bay (bekannt aus dem Film „The Beach“ mit Leonardo di Caprio) ist komplett überlaufen. Ich glaube momentan ist (oder soll) sie sogar für drei-vier Monate gesperrt sein. Der Grund für die Sperrung ist eine Korallenbleiche, die durch die Treibanker der zahlreichen Boote ausgelöst wird. Bei uns war es auch schon gut besucht, aber was sich da gelegentlich an einem Tag zu Stoßzeiten tummelt ist unglaublich. Gut, dass man end­lich gegenlenkt. Was mir bei unserem Besuch besonders aufgefallen ist, waren die springenden Chinesen. Gruppenweise wurde sich ein bestimmtes Motiv für den Hintergrund gesucht und dann ging es los. Eine Person musste fotografieren und eine(r) aus der Grup­pe ist hoch gesprungen, danach wurde das Foto lautstark in der Gruppe diskutiert, meist gelöscht und dann ging es wieder los. Ihr könnt euch selbst ausrechnen, wieviel schreiende Sprünge bei einer Gruppe von 10 Personen zusammen kommen. Da wird das Ner­venkostüm arg strapaziert.

Ach ja und für Tausende von Touristen stehen gerade mal 14 Toiletten zur Verfügung. Aber die Fremdenverkehrsbüros verkaufen die Maya Bay weiterhin als einen Ort von unbefleckter, natürlicher Schönheit.

Viking Cave

Unser Guide erzählte, dass jährlich ca. 200 kg Schwalbennester unter Lebensgefahr geerntet werden. Hauptabnehmer sind die Chi­nesen, die Nester sind aus reinem Speichel und sollen eine potenzfördernde und lebensverlängernde Wirkung haben. Aus einer Drüse presst der Vogel die Spucke heraus. Bevor sie an der Luft erhärtet, hat sie der Mauersegler zu einem Nest verwebt.

Angeblich werden die Nester auch bewacht, denn bereits ein einziges „bird’s nest“ erzielt auf dem Markt einen extrem hohen Preis. Sicherlich erhält der „Kletterer“ nur den kleinsten Teil für seine Arbeit.

Monkey Beach / Affenstrand auf Phi Phi Don

Wir haben nicht direkt angelegt, sondern uns das Spektakel vom Boot aus angesehen. Unser Guide sagte, dass es Touristen gäbe, die den Affen Cola, oder andere Getränke in Glasflaschen geben. Kann ich nicht verstehen, aber sicher wird es diese Idioten (Sorry) geben. Die Glasflaschen schmeißen die Affen gegen die Felsen und verletzen sich dann logischerweise. Es ist generell Vorsicht gebo­ten, die Affen langweilen sich da den ganzen Tag und springen auch gern mal auf die Boote und klauen Kameras, Sonnenbrillen oder Hüte.

Angeblich können sie bis zu fünf Metern aus dem Stand springen. Bisse oder Kratzwunden können aufgrund von Krankheiten und Parasiten zu akuten, oder chronischen Erkrankungen beim Menschen führen, also sollte man sich zurück halten.

Bamboo Island

Die Insel selbst kann man relativ einfach von Phuket, Krabi, Ao Nang oder Railay Beach innerhalb von ca. 40-50 Minuten mit dem Speedboot erreichen. Ist bei den meisten Touren als Stop mit eingeplant. Wir wurden für ein oder zwei Stunden dort ausgeladen, waren baden und hatten das Glück viele Fische zu sehen. Das Wasser war glasklar und sauber. Es gibt ein Restaurant und Toiletten.

Die Anzahl der anderen Touristen hat sich an diesem Tag in Grenzen gehalten. Zusammen ­ fassend gesagt, ein schönes Stück Erde, was man in Erinnerung behält.

Kajak fahren

Das macht Spaß, ihr könnt zwar nicht selbst paddeln, jedenfalls war das bei uns so, aber ich denke es gibt genug Gründe, warum ein Guide das übernimmt. Die wissen genau was sie tun. Je nach Gezeiten paddelt man durch zig Höhlen und sieht Vögel, Mangroven, eigenartige Felsformationen usw. Zwei Personen sitzen vorn und der Guide hinter euch. Manchmal ist das Wasser schon so hoch ge­stiegen, dass man sich ganz lang hin legen muss, um die Durchfahrt der Höhlen zu schaffen. Gelegentlich denkt man darüber nach was passiert, wenn das Wasser aus irgendwelchen Gründen extrem schnell steigt und man nicht mehr aus der Höhle kommt, aber das riskieren die Guides nicht, die brauchen uns Touris ja noch.

6 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Wir waren gerade auf Koh Phi Phi und du hast recht, die Maya Bay ist zurzeit für Besucher gesperrt, man darf den Strand nicht mehr betreten. Allerdings fahren die Boote trotzdem noch zum Schnorcheln dort hin und somit wurde das eigentliche Problem irgendwie leider nicht wirklich behoben 🙁
    Eigentlich hat uns die Insel sehr gut gefallen (besser als Phuket allemal…), weil wir gerade zum Tauchen dort waren, aber ich möchte mir nicht ausmalen, wie es dort in einigen Jahren aussehen wird.

    Liebe Grüße,
    Jess
    http://www.jesterontour.com

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    • Hallo Jess, ja, traurig alles, man kann nur hoffen, dass es dort ein Einsehen bzw. Umdenken gibt und sich die Wasserwelten erst einmal erholen können. Liebe Grüße Daniela

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  • Sabine von Ferngeweht
    17. Februar 2019 17:23

    Ich war 2001, vor dem Tsunami, auf Ko Phi Phi. Echt schade, was aus der einstigen Trauminsel geworden ist …

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    • Hallo Sabine, da hast du aber wenigstens noch Erinnerungen und Bilder von früher, heutzutage ist es fast egal wo man aufschlägt, die Hot Spots werden belagert, vielleicht muss man einfach umdenken und nicht mehr dort hin fahren. Liebe Grüße Daniela

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  • Super Artikel und ganz tolle Fotos 🙂
    Die Sache mit den Schwalbennestern ist wirklich abartig haha.
    Viele Grüße
    Karina
    von https://www.awesome-places.de/

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