Bleder See

Bleder See

Schon beim Anblick des Sees dachte ich, schade, dass wir nur eine Nacht bleiben. Wir waren mal wieder auf der Durchreise nach Kroatien, diesmal nicht mit Stopp in Salzburg, sondern am Bleder See. Der See ist eine Augenweide, die Berge (manche noch schneebedeckt) spiegeln sich im kristallklaren Wasser, auf einer der Klippen ragt die Burg Bled über allem. Wir mussten uns nach der langen Autofahrt dringend bewegen, deswegen haben wir einen gemütlichen Spaziergang direkt um den See (6 km) gemacht, schön ist, dass man überall einkehren kann, die Auswahl ist groß. Für Fotografen und Anfänger (mich) übrigens ein Traum, es bieten sich immer wieder neue Perspektiven auf die Marienkirche (Insel im See) und die Burg Bled.

Bleder See

Bleder See

Bleder See

Bleder See

Marienkirche

Wir hatten nicht viel Zeit, also mussten wir überlegen, ob wir lieber auf die Burg kraxeln oder uns auf die kleine Insel übersetzen lassen. Da es ziemlich heiß war und wir absolut keine Lust auf einen schweißtreibenden Aufstieg in dieser Hitze hatten, haben wir uns für die bequeme Variante entschieden, eine Überfahrt zur kleinen Insel. Das Boot nennt sich Pletna, ist aus Holz und sieht so ähnlich aus wie die Gondeln in Venedig. Es ist sieben Meter lang und 2 Meter breit, ca. 18 Passagiere finden darin Platz. Unser „Pletnarji“ musste die Passagiere dann noch mehrfach umverteilen, bevor wir gestartet sind, war für die eine oder andere Person nicht so nett, da sie aufgrund ihres Gewichts wahlweise nach links oder rechts wechseln musste. Die waren das Zünglein an der Waage. Die Überfahrt (eine Strecke) dauert ca. eine halbe Stunde (15 EUR pro Person), ca. 45 Minuten hat man Zeit die Insel zu erkunden und dann geht es wieder zurück. Wer dort baden will, muss sich also zwangsläufig selbst ein Ruderboot leihen, dann ist er nicht von festen Zeiten abhängig.

Zur Kirche der Muttergottes am See, (Marienkirche) geht es noch mal 99 Stufen hinauf. Eigentlich wollten wir auf den Glockenturm und die Aussicht genießen und auf jeden Fall die Wunschglocke läuten, denn einer Legende nach sollen so alle Wünsche in Erfüllung gehen. Tja, die Wunschlisten der anderen Touristen war wohl so groß, dass man Schlange stehen musste und dafür hatten wir leider keine Zeit. Das Bötchen hätte sonst ohne uns abgelegt.

Legende Wunschglocke

Auf dem Bleder Schloss lebte eine junge Witwe, deren Mann von Banditen erschlagen wurde, die ihn anschließend im See versenkten. Die untröstliche junge Witwe ließ im Gedenken an ihn eine Glocke für die Kapelle auf der Insel gießen. Leider kam die Glocke nie auf der Insel an, da das Schiff nebst Glocke und gesamter Besatzung durch einen Sturm ebenfalls im See versanken. Heute soll man die Glocke in klaren Nächten aus der Tiefe des Sees hören. Die arme Witwe hatte die Nase voll und ging nach Rom in ein Kloster. Nach ihrem Tod ließ der Papst eine neue Glocke für die Insel gießen. Dies ist die heutige Wunschglocke.

Noch mehr Sehenswertes

Empfehlung für Übernachtung

Ich kann euch das „Old Bled House“ sehr empfehlen, seht euch, wenn ihr Zeit habt, das Video an, es ist wirklich toll dort.

Fazit

Eine wunderschöne Ecke in Slowenien, die ich bestimmt nochmal besuchen werde. Die Mischung aus baden, spazieren gehen und sehr viel Ausflugsmöglichkeiten rundum gefällt mir sehr gut.

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